Regelmäßige Veranstaltungen

Sonntag
Gottesdienst 10.00 Uhr
Kindergottesdienst 10.00 Uhr

Mittwoch

Jugendkreis 18.30 Uhr

Freitag

Jungschar 16.30 Uhr

Losung für heute

Donnerstag, 23. Februar 2012
Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden.
Christus spricht: Wenn man euch abführt und vor Gericht stellt, dann sorgt euch nicht im Voraus, was ihr reden sollt, sondern was euch in jener Stunde eingegeben wird, das redet. Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der heilige Geist.


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KITA Himmelszelt PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

Christina Hessen"Muss mein Kind getauft sein, damit es hier in Ihre Kindertagesstätte gehen kann?", "Wir glauben nicht an Gott, aber ich möchte gerne, dass mein Kind das kennen lernt und später einmal selber entscheidet!" oder "Wie sieht denn religionspädagogische Arbeit bei euch aus?", diese oder andere Fragen werden mir als Kindertagesstättenleiterin oft gestellt.

Dass wir in unserer evangelischen Kindertagesstätte religionspädagogisch arbeiten, erfahren unsere Eltern spätestens bei dem Anmeldegespräch. Viele von ihnen haben sich im Vorfeld schon über unsere Arbeit und unser "christliches Profil" informiert und melden ihre Kinder bewusst bei uns an. Unsere Kindertagesstätte steht selbstverständlich allen Kindern und Eltern offen, auch denen, die konfessionslos sind oder einer anderen Religionsgemeinschaft angehören.

Religionspädagogik geschieht in unserer Einrichtung auf ganz unterschiedliche Art und Weise. In vielen kleinen Alltäglichkeiten werden christliche Inhalte und Werte für uns und die Kinder erleb- und erfahrbar. Wir, die Erzieherinnen, nehmen die Kinder mit ihren Bedürfnissen ernst und helfen ihnen, selbständige und selbstverantwortliche Menschen zu werden. Im täglichen Umgang miteinander sollen die Kinder Vertrauen und Geborgenheit spüren und sich angenommen wissen. Sie erfahren, dass sie mit ihren Gefühlen wie Trauer, Freude, Ärger, Wut und Angst ernst genommen werden und ihnen geholfen wird. Sie lernen, dass andere Menschen anders und trotzdem gleichwertig und wichtig sind.

Es ist uns wichtig, ständig im Dialog mit den Kindern zu stehen und mit ihnen gemeinsam nach Antworten zu religiösen bzw. existenziellen Fragen zu suchen. "Wird Gott nass, wenn es im Himmel regnet?" oder "Wie kann mein Opa im Himmel sein, wenn wir ihn doch in die Erde gelegt haben?"

Neben Erzählen, Beten, Gespräche, Erleben des Alltags, sind Musizieren, Malen, Rollenspiele, Einbeziehung der Kirchenfeste, Bilderbücher usw. in der christlichen Erziehung, Möglichkeiten, um Vorstellungen und Empfindungen auszudrücken und erlebbar zu machen. Wir suchen bewusst biblische Geschichten aus, die auf kindliche Situationen bezogen sind. Geschichten, in denen sie sich durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse wieder finden können. Außerdem natürlich auch Geschichten, die durch das Kirchenjahr bestimmt sind, wie z. B. Weihnachten, Ostern, Pfingsten etc. Diese Themen werden in den Gruppen auf ganz unterschiedliche Weise vertieft. Unser Ansatz geht nicht an unseren Eltern vorbei, sondern sie werden mit einbezogen. Gemeinsam gestalten wir mit den Eltern und Kindern: unsere Andacht, unser Osterfrühstück, die Verabschiedung der "zukünftigen Schulkinder", das Erntedankfest, das Laternenfest, die Adventfeier usw.

Christliche Kinderlieder, z. B. von Daniel Kallauch oder Rolf Krenzer begleiten unseren Alltag. Auf eine fröhliche Weise bringen sie Freude und Dank zum Ausdruck. Die Texte sind einfach in der Aussage und für die Kinder gut nachvollziehbar. Immer wieder werden auch diese Lieder von den Kindern gewünscht, und wir singen sie mit großer Begeisterung und mit viel Bewegung. Ganz unterschiedlich drückt sich dieser Dank in den Gruppen aus, z. B. vor dem Essen durch ein gemeinsames Lied oder durch Gebete. Ganz bewusst praktizieren wir das gemeinsame Essen, weil es für uns eine tiefe Gemeinschaftsform ist. So erleben wir dieses gemeinsame Essen als eine wichtige Erfahrung des Miteinanders.

Sicherlich wäre unsere religionspädagogische Arbeit in diesem Umfang nicht umzusetzen, wenn wir nicht die volle Unterstützung unseres Trägervereins erfahren würden. Wir sind froh über dieses Miteinander und dankbar, dass wir weiter gemeinsam in dieser Aufgabe stehen.

Christina Hessen
Kindertagesstättenleitung