Telefonandacht

 
Gute Worte sind Fenster zum Leben
 
Solch ein „Fenster zum Leben“ möchte auch die Telefonandacht sein, die in Sittensen schon über viele Jahre zu hören ist.
Weil das vielleicht doch noch nicht „überall“ bekannt ist, findet sich hier ein ausführlicher Hinweis.

Ab Donnerstag ist immer eine Woche lang eine neue Andacht zu hören, die abwechselnd vorbereitet und gesprochen wird von
 

  • Gisela Wichern
  • Dieter Behrens
  • Michael Rösel
  • Sven Kahrs
  • Arndt Seifert
  • Manfred Thoden u.
  • Ralf Schöll


(04282) 3763

Losung für heute

Donnerstag, 23. Februar 2012
Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden.
Christus spricht: Wenn man euch abführt und vor Gericht stellt, dann sorgt euch nicht im Voraus, was ihr reden sollt, sondern was euch in jener Stunde eingegeben wird, das redet. Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der heilige Geist.


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„Wer an den Sohn glaubt,

der hat das ewige Leben.“

Joh. 3,36

„Gut, dass wir einander haben …“ Viele kennen dieses Lied, das umfassend beschreibt, was Gemeinde ausmacht. „Keiner ist nur immer schwach und keiner hat für alles Kraft“, dies ist auch unsere aktuelle Erfahrung. Gut, dass wir aneinander Anteil geben und nehmen und gemeinsam Belastungen tragen. Ich muss an dieser Stelle an ein Erlebnis denken, das schon länger zurückliegt.


Da habe ich mich doch mächtig erschrocken - ich saß im Wohnzimmer als ich plötzlich ein lautes Krachen vernahm. Ich stand sofort auf, um nachzusehen, was da passiert war. Im Nebenzimmer war doch tatsächlich ein Regal von der Wand gefallen. Die Dübel, die die Schrauben hielten, sind einfach aus der Wand gerissen. Nun könnte man sagen, das Regal war einfach zu schwer, die Belastung zu groß, so dass Schrauben und Dübel nicht gehalten haben. Aber daran lag es nicht. Vielmehr war mir sofort klar, dass ich nicht die richtigen Dübel benutzt hatte, als ich das Regal vor einiger Zeit anbrachte. Früher oder später musste es so kommen. Der letzte Druck hat schließlich den Ausschlag gegeben. Manches Leben gleicht solch einem Regal. Es sieht zwar ganz stabil aus und so lange die Belastung nicht zu hoch ist, hält es noch. Aber wenn der Druck steigt und dann nicht das richtige Material vorhanden ist, was den wirklichen Halt garantiert, dann kann es in sich zusammen fallen.


Wer oder was gibt unserem Leben den Halt, den wir wirklich brauchen, um bestehen zu können? Was hält den Belastungen stand und hält sogar den letzten und höchsten Druck aus, den Tod, der unser Leben zerstören will? Darauf gibt uns Gottes Wort, die Bibel, eine Antwort: „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben!“ - so heißt es im Johannesevangelium, Kapitel 3, Vers 36. Das Leben, das Jesus anbietet, hat eine einzigartige Qualität, es ist ewiges Leben. Dieses Leben ist hier und jetzt schon im Vertrauen auf Jesus Christus zu haben und wird auch vom Tod nicht mehr zerbrochen. Der Vers aus dem Johannesevangelium ist nur ein Teil eines Ganzen, er hat noch eine Fortsetzung. Die negative Gegenüberstellung gehört ebenso dazu: „Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen!“ Das Leben hat also nur der, der Jesus vertraut. Ohne Jesus ist das Leben nicht zu haben. Ganz gleich, wer da noch auftritt und Leben verspricht, es wird früher oder später zerbrechen. Spätestens in der Stunde des Todes erweist sich das wahre Leben. Nur das Leben mit Jesus erfährt den Tod als Durchgangsstation, - zwar dunkel und kalt -, aber es geht dem Licht am Ende des Tunnels entgegen. Das Leben, das Jesus bedeutet, ist ewiges Leben. Ohne IHN geht das Leben dem Ende entgegen und ist der Tod die Endstation. Aber mit IHM geht es dem Ziel zu: Leben in der Ewigkeit. An Jesus entscheidet sich nicht weniger als Leben und Tod. Und wer es mit dem Tod aufnehmen kann, wie Jesus Christus, der ist auch Halt und Kraft in anderen Belastungen, die unser Leben ausmachen. Diesen Halt wünsche ich jedem und uns in der Gemeinde, dass wir uns darin unterstützen, Jesus zu vertrauen.

Ralf Schöll